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The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crash of 2008 and What It Means

The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crash of 2008 and What It Means

Quelle: Amazon

ISBN: 1586486993
EAN: 9781586486990
Herausgeber: Perseus Books

1,83 EUR
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The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crash of 2008 and What It Means
 

Kunden Meinungen

Quite a good read

Datum:21.06.2009 - Rating: 4/5

Surprisingly, this book was quite a good read even though I'm neither a banker nor investor and didn't understand the passages about financial products and investment schemes all that well. However, I find Soros' economic theory which he calls 'reflexivity' makes sense. Basically, what he says is that people seek to understand the world which they live in while at the same time manipulating it. This results in a distorted view and applied to economics means that none of the existing models can describe reality or predict the future. The trouble is that the complexity of reflexivity cannot be pressed into a scientific model and therefore only leaves us with a critique of existing economic theory.
Quote: 'Not only has the prevailing paradigm - equilibrium theory, and its political derivative, market fundamentalism - proven itself incapable of explaining the current state of affairs, it can be held responsible for landing us in the mess we are in. We badly need a new paradigm.'
I agree!

Unberechenbarkeit der Märkte

Datum:22.05.2009 - Rating: 3/5

G. Soros, ein Mann mit einer bewegten Biographie:
In jungen Jahren sowohl den Nazi Schergen Deutschlands trickreich entgangen, als auch der kommunistischen Repression Russlands entkommen, hat er sein Studium den ökonomischen Theorien, hauptsächlich des Kapitalismus in der Londoner School of Economics (LSE) gewidmet. Sein schon in jungen Jahren erlebtes Wechselbad (Faschismus, Kommunismus, Kapitalismus) wurde danach durch verschiedene kapitalistische Blasen sozusagen fortgesetzt. Nach 50 jähriger Tätigkeit in diesem Segment kommt er allerdings zum Schluss, dass diese ökonomischen Theorien (LSE) vollständig versagt haben und er ruft daher zu einem Paradigmenwechsel auf (Wechsel der Theorie).

Ökonomische Theorie:
Seine in Ansätzen formulierte Theorie der Reflexivität (theory of reflexivity) basiert auf einer Art Alchemismus (sein Buch dazu: Alchemy of Finance), welcher mit naturwissenschaftlichen Methoden kaum fassbar ist und daher von den renommierten Ökonomen unserer Zeit kaum aufgegriffen wird. Nicht fassbar - damit liegt er vollständig auf der richtigen Seite und viele Anleger dürften ein Lied davon zu singen wissen.

Zur Finanzmarktkrise:
Seine profunden Kenntnisse der Finanzmärkte, die er sich in seiner langjährigen Tätigkeit in diesem Segment angeeignet hat, führten ihn zu Erkenntnissen, die auf jeden Fall jeder Kundenberater einer Bank gelesen haben muss, bevor er auf Kunden los gelassen wird. Das Buch ist ein Muss für jeden Banker. Für Anleger allenfalls interessant, da wir uns nach seinen Aussagen, nach erfolgreicher Überwindung verschiedener von Teilnehmern der Finanzindustrie induzierten Blasen (...,1997: Asienkrise, 1998: Bankrott von LCTM, 2000: Platzen der Technologieblase) nicht nur in einer weiteren Blase befinden (2008: Immobilien: USA, Spanien, Grossbritannien, Australien,...), welche überwindbar ist, sondern in einer SUPERBLASE (Super bubble hypothesis).

SUPERBLASE:
Die Superblase wurde induziert durch die Immobilienblase, welche Ihre Wirkung noch nicht vollständig vollbracht hat. Ursache der Superblase, eingeleitet durch die Finanzpolitik zu Zeiten noch vor Ronald Reagan und M. Thatcher, sind Liberalisierung (oder positiv formuliert: nicht durchgeführte Regulierung seitens der Regierungen), Globalisierung, Schuldenpolitik, eine Ära von tiefen Zinsen, Verlass auf die Rettungsmassnahmen der Regierungen, sowie der Institutionen (IMF). Die Superblase wird infolge der riesigen Verschuldung der USA (ca. 400% des BIP, private und öffentliche Schulden zusammen gezählt) zu einer Ablösung des US-Dollars als Leitwährung führen und das Machtzentrum notwendigerweise verschieben. Damit verbunden ist natürlich eine Abwertung des US-Dollars. Denn wer glaubt, dass eine Verschiebung der faulen Papiere von den privaten zu den Banken und von den Banken zum Staat bei gleich bleibender Bonität des Staates, die USA haben immer noch ein AAA Bewertung, eine wirkungsvolle Massnahme ist, der träumt und zwar mit offenen Augen. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass die Ratingagenturen (Moody`s, ...) sagenhaft an der Immobilienblase bzw. an den Schuldverschreibungen (MBS, CDOs, CDS,...) mitverdient haben. Augen zu und durch. Den angelsächsisch geprägten Ratingagenturen sind zu regulieren und streng zu beaufsichtigen. Die Kreditblase ist aufgebläht wie eh und je und mit jedem Tag noch stärker. Die Verschiebung des Machtzentrums war in der Vergangenheit leider immer mit Kriegen verbunden. Hoffen wir, dass wenigstens in den Worten der Geschichtslehrer zur Begründung ihrer Daseinsberechtigung ein Quäntchen Wahrheit steckt.

Schlussfolgerungen:
Die Quintessenz seiner Erfahrungen führen in zum Schluss, dass die ökonomischen Theorien von Adam Smith (freier Wettbewerb, freier Markt, market fundamentalism), die EMH (effizient market hypothesis), Karl Popper (ökonomische Gleichgewichtstheorien, equilibrium theory) und anderen, nicht in der Lage sind das Verhalten der Finanzmärkte in der Zukunft zu beschreiben. Diese auf naturwissenschaftlichen Theoremen basierenden Theorien gelten nur unter den angenommenen Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen sind leider in der Realität im ökonomischen Bereich nie gegeben und niemals vollständig fassbar, höchstens in Modellökonomien. Somit sind diese Theorien zwar hilfreich um Mechanismen zu verstehen und Projektionen in die Zukunft zu machen, mit Zuverlässigkeit hat das allerdings, wie die reale Entwicklung zeigt, nichts zu tun. Da sind wohl Klimamodellrechnungen zuverlässiger. Übrigens die Mehrheit der US-Bürger glaubt heute, dass die Klimaerwärmung nicht vom Menschen induziert wurde.

Zusammenfassung:
Zusammenfassend müsste man nach der Lektüre dieses Buches einem Bankkunden folgenden Ratschlag geben: Glaube einem Banker oder Ökonomen keine Voraussagen über die Entwicklung der Finanzmärkte. Die Vergangenheit zu erklären ist weniger die Kunst, aber immer noch schwierig genug.
Im Buch ist kein einziger Anlagetipp aufgeführt. Wer also glaubt vom sagenumwobenen Reichtumszuwachs von Soros profitieren zu können oder mindestens das Fahrwasser zu spüren, wird hier nicht fündig. Was nicht zu tun ist, wissen wir jetzt. G. Soros scheint diesbezüglich außerordentlich ehrlich zu sein. Wahrscheinlich ist davon mehr in seinem Buch "Alchemy" zu finden.

22.05.2009 / S.Oesch

 

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